Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände zum Thema Umbau von Fichtenreinbeständen hin zu klimatoleranten Mischbeständen
Foto: Michael Friedel
Da die Fichte bei uns, gerade im Reinbestand, einem immer größeren Risiko ausgesetzt ist, ist der Umbau dieser Reinbestände hin zu Mischbeständen mit möglichst klimaresistenten Baumarten von größter Bedeutung. Eine Möglichkeit stellt hierbei das frühzeitige Einbringen von Tanne und Buche in den Schutz des geschlossenen Altbestandes dar, um so künftig den Fichtenreinbestand hin zu einem klimatoleranten Mischwald aus Fichte, Buche und Tanne zu entwickeln.
In Zeiten des Klimawandels ist das Wirtschaften mit nur einer Baumart risikoreich, da Schäden durch Trockenheit, Sturm sowie Insekten an den einzelnen Baumarten in unterschiedlicher Intensität zunehmen werden. Die Prognose für die Fichte ist wenig vielversprechend, so dass die Bewirtschaftung reiner Fichtenbestände als Hochrisikoforstwirtschaft bezeichnet werden muss. In den letzten Jahren konnte gut beobachtet werden, wie schwer es die Fichte mit den klimatischen Bedingungen hat. Stürme, Trockenheit und Borkenkäferkalamitäten lassen hektarweise einschichtige Fichtenreinbestände verschwinden und Kahlflächen entstehen. Um dies in Zukunft zu verhindern ist es sinnvoll, bereits frühzeitig die noch stabilen Fichtenbestände hin zu Mischbeständen mit möglichst klimaresistenten Baumarten umzubauen. Folgende Musterbestände zeigen beispielhaft, wie dies gelingen kann.
Musterbestand im Rechtlerwald Großenhag der Gemeinde Scheyern - Umbau eines Fichtenbestandes
Eine Möglichkeit, einen Fichtenreinbestand hin zu einem klimastabilen Mischwald umzubauen, besteht in dem frühzeitigen Einbringen von Tanne und Buche in den Schutz des geschlossenen Altbestandes, um so künftig den Fichtenreinbestand hin zu einem klimatoleranten Mischwald aus Fichte, Buche und Tanne zu entwickeln.
Ausgangslage/Zielsetzung
Bereits vor 20 Jahren wurde damit begonnen, den Bestand durch das frühzeitige Einbringen von Buche und Tanne umzubauen. Die frostempfindlichen Buchen und Tannen sollen so im Schutz des noch stabilen Altbestands aufwachsen und künftig durch die später zu erwartende Fichten Naturverjüngung zu einem stabilen Mischwald aus Fichte, Buche und Tanne weiterentwickelt werden.
Waldbesitzer
Maßnahmenbeschreibung
Bisherige Maßnahmen
Zukünftige Maßnahmen
- Weiteres Nachlichten über den Vorbaugruppen.
- Zusammenführen der einzelnen Tannen- und Buchengruppen mit der Naturverjüngung aus Fichte und Tanne: Hierbei werden punktuell über einzelnen Verjüngungsflächen kleinflächig Bäume entnommen, um so unterschiedliche Lichtverhältnisse zu schaffen. Hierdurch soll sich die Verjüngung unterschiedlich schnell entwickeln und so eine gewisse Stufigkeit/Ungleichaltrigkeit erzeugt werden. Fehlstellen ohne Verjüngung werden zudem mit Bergahorn als weitere Baumart zur Risikostreuung bepflanzt.


